Kategorie-Archiv: Artikel

Wenn die Gnome aufmarschieren Auswirkungen der Nanobiotechnologie

Titelblatt-FoladoriAutor: Guillermo Foladori y Noela Invernizzi
Jahr: 2006
Zusammenfassung: Nanotechnologie wird als ein der nächsten technologischen Revolutionen angesehen, die im erheblichen Maße alle Wirtschaftsbereiche beeinflußen wird. In der Medizin verspricht die Nanobiotechnologie: Systeme der Monitorisierung innerhalb des eigenen Körpers, die es erlauben die Entstehung von Krankheiten in Echtzeit zu beobachten; Medikamente direkt in die betroffenen Zellen zu schicken; hybride Systeme zur Korrektion von Hör-und Sehschwierigkeiten; an die genetische Verfassung des Patienten angepasste Medikamente; sowie die Verlängerung des Lebens. Kritiker dagegen warnen vor unvorhersehbaren Folgen für die Gesundheit. Aber es wird wenig über die Möglichkeiten der Kontrolle der Patienten gesprochen, welche die Nanotechnologie den Laboratorien und Unternehmen bereitstellt. In diesem Artikel wird aufgezeigt, dass die Nanotechnologie in dem sozialen Zusammenhang, in der es geschaffen wurde (Sarewitz, et al., 2004), bewertet werden muss, und das in Folge ihrer Anwendung die Abhängigkeit der Patienten von den pharmazeutischen Unternehmen vertieft wird.

Von der Pflanzenauswahl zur Biotechnologie: die gentechnologische Wirtschaft

Titelblatt-GataifeAutor: Guido Cataife
Jahr: 2006
Zusammenfassung: In diesem Artikel werden drei historischen Phasen untersucht, die die Entwicklung des Saatgutes zum Produktivgut durchlaufen hat. Diese Phasen werden durch die sie kennzeichnenden agrarischen Produktionsstrukturen bestimmt. Der Leser wird schrittweise Zeuge der historischen und konzeptuellen Entwicklung einer Produktionskategorie, die von den Wechselbeziehungen zwischen den ihr zugrunde liegenden Faktoren bestimmt ist: der individuellen Arbeit und den gesellschaftlichen Verhältnissen. Es wird der theoretische Ansatz Levins (1997) angewandt, der die ökonomischen Kategorien der klassischen politischen Ökonomie unter Rückgriff auf komplementäre Wissensgebiete wie z.B. der Anthropologie und der Ethnologie aktualisiert hat. Insbesondere werden die vorgenommene Unterscheidung zwischen den Kategorien “Arbeit”, “Produktion” und “Reproduktion” aufgegriffen, um so die sozialen Beziehungen zu beleuchten, die die Landwirte mit anderen Wirtschaftssubjekten in jeder der untersuchten historischen Etappen eingegangen sind.

Träumen Landwirte von elektrischen Schafen

Titelblatt-ChaparoAutor: Jeffer Chaparro & Celso Locatel
Jahr: 2006
Zusammenfassung: Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien – NIKT – verursachen tiefgreifende sozial-räumliche Veränderungen nicht nur in den urbanen, sondern ebenso in den ländlichen Räumen und in der Land- und Viehwirtschaft. Es zeichnet sich eine neue digitale ländliche Spaltung ab. Diese Veränderungen umfassen verschiedene Aspekte, unter denen die Nutzung neuer Instrumente und Geräte, die Nutzung verschiedenster Softwarepakete, die Anwendung geographischer Informationssystem – GIS – und der künstlichen Intelligenz – KI –  hervorgehoben werden. Gleichzeitig werden damit verschiedene Probleme und Konflikte angesprochen, die die Anwendung dieser neuen technologischen Möglichkeit hervorrufen. Ebenso stellen sie grosse Herausforderungen dar, die von der ungleichen Nutzung dieser neuen Möglichkeit bis hin zu den erheblichen sozial-räumlichen Folgwirkungen der Anwendung der NIKT in der Land- und Viehwirtschaft reichen.

Tele-Macht: Technologie und überwachter Strafvollzug

Titelblatt-VitoresAutor: Anna Vitores & Miquel Domènech
Jahr: 2006
Zusammenfassung: Die Einführung der Vielzahl von Innovationen, die durch die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) möglich wurden, ist ein hervorragender Anlass zu untersuchen, wie in Übereinstimmung mit der allgemeinen Transformation unserer Gesellschaft auch die soziale Kontrolle einen radikalen Wandel erfährt. Ausgehend von der Infragestellung der Konzepte linearer technischer Entwicklung und der damit verbundenen sozialen Folgewirkungen wird hier die Entwicklung der Geräte telematischer Kontrolle von ihrer ersten Form bis zu den heutigen Geräteversionen sowie der Wandel der damit verbundenen Formen und Praktiken sozialer Kontrolle untersucht.

Internet, öffentlicher Raum und politisches Marketing

Titelblatt-SorjAutor: Bernardo Sorj
Jahr: 2006
Zusammenfassung: Die empirische Grundlage dieses Artikels ist das Material, dass im Verlauf der Kampagne zum brasilianischen Volksentscheid über das Verkaufsverbot für Schusswaffen im Internet verbreitet wurde. Der Volksentscheid wurde am 23. Oktober 2005 durchgeführt, wobei am Ende eine deutliche Mehrheit für ein NEIN zum Verkaufsverbot für Schusswaffen und Munition stimmte. Mein Argument ist nun , dass in der optimistischen Erwartungshaltung gegenüber dem demokratisierenden Potenzial der neuen Kommunikationstechnologien, die bisher in der Spezialliteratur vorherrscht, eine spekulative Projektion zum Ausdruck kommt, der konkrete Erfahrungen gegenüber gestellt werden müssen. Der Fall des Volksentscheides weist darauf hin, dass die Auswirkungen des Internets auf die politische Dynamik eine weit komplexere Wirklichkeit darstellen, und es neben den positiven noch andere und dubiosere Aspekte gibt, die eine mögliche Nutzung des Internets zur Zerstörung des öffentlichen Raumes andeuten.

Die schleichende Spaltung der Wissensgesellschaft

Titelblatt-WelschAutor: Johann Welsch
Jahr: 2006 (2000)
Zusammenfassung: Die frühindustrialisierten Länder der Erde befinden sich im Übergang zur Wissensgesellschaft. Die explosionsartige Ausbreitung des Internet hat diesen Prozess in den letzten Jahren stark beschleunigt. Neben den Vorteilen werden auf diese Weise auch die Schattenseiten der Wissensgesellschaft deutlicher sichtbar. Die neue Ära wird stark geprägt durch die zunehmende Bewältigung gesellschaftlicher Transaktionen und Kommunikationsprozesse mittels der Informationsinfrastruktur. Viele Chancen der Individuen hängen in wachsendem Umfang vom Anschluss an diese Infrastruktur und von der gezielten Nutzung der durch sie gebotenen Möglichkeiten ab. Hierbei sind allerdings Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen festzustellen. Im vorliegenden Artikel wird diese Problematik der digitalen Spaltung, des “digital divide”, genauer untersucht. Der Autor analysiert Inhalt und Ursachen des Problems, fragt nach Methoden seiner empirischen Erfassung und stellt ausgewählten empirische Befunde vor.

InstitutionalistischeTechnikanalyse. Stand und Perspektiven.

Titelblatt_WerleAutor: Raymund Werle
Jahr: 2006 (2003)
Zusammenfassung: In verschiedenen sozialwissenschaftlichen Teildisziplinen finden sich institutionalistische Ansätze, die die Entstehung, Entwicklung und Ausbreitung von Technik analysieren, ohne dass diese unbedingt den zentralen Fokus der Studien bildet. Die wichtigsten stammen aus dem Bereich der Forschung über nationale Innovationssysteme, der Forschung über die Spielarten des Kapitalismus und der Techniksoziologie. Sie werden in diesem Papier aus techniksoziologischer Perspektive diskutiert. Die Arbeiten bedienen sich oft einfacher Unterscheidungen zwischen bestimmten Typen von Technik oder technischen Innovationen (z.B. radikal/ inkrementell). Viele verwenden implizit oder explizit Phasenmodelle technischer Entwicklung. Zudem verzichten sie außer in historischen soziologischen Studien regelmäßig auf detaillierte Beschreibungen einzelner Techniken. Dieses „black-boxing“ kann es erleichtern, generalisierbare Zusammenhänge zwischen institutionellen Konstellationen und technischen Entwicklungen aufzuzeigen. Das ist bisher aber nur selten gelungen, weil – vor allem in der Innovationstheorie, teilweise auch in der Techniksoziologie und am wenigsten noch in den Studien über die Spielarten des Kapitalismus – ein Defizit hinsichtlich der theoretischen Konzeptualisierung von institutionellen Arrangements und deren Veränderung besteht, aber auch weil nur selten Rückwirkungen technischer Veränderungen auf Institutionen in die Untersuchungen einbezogen werden.

Was ist Technikforschung? Entwicklung und Entfaltung eines sozialwissenschaftlichen Forschungsprogramms

Titelblatt-Rammert

Autor: Werner Rammert
Jahr: 2006 (2000)
Zusammenfassung: Technik und technischer Wandel waren ursprünglich integrale Bestandteile des klassischen Programms der Sozialwissenschaften. Mit der Separierung einzelner Bereiche oder Aspekte zu sozialwissenschaftlichen Einzeldisziplinen rückte der Gegenstand Technik an die Ränder des Fachs. In den letzten Jahrzehnten ist der technische Fortschritt wieder ein wichtiger Untersuchungsgegenstand geworden, was sich auch durch die wachsende Nachfrage der Gesellschaft nach methodisch gesichertem Wissen über Chancen und Risiken neuer Technologien erklärt. Zur
Beantwortung auf die aufgeworfenen Fragestellungen hat die sozialwissenschaftliche Technikforschung die Kooperation zwischen den verschiedenen Disziplinen gesucht, indem sie die klassischen Fragen nach den Folgen der Technik mit den neuen Fragen nach der Genese, Gestaltung und Steuerung der Technik verbindet. Doch kann eine sozialwissenschaftliche Technikforschung erst dann methodisch und theoretisch gesichertes Orientierungs-, Steuerungs- und Reflexionswissen bereitstellen, wenn sich unter den Technikforschern ein eigener kognitiver Kern im Hinblick auf die soziale Dynamik technischen Wandels herausgebildet hat.

Die Artikel, die zusammen mit diesem, in der Nummer Technologie und Gesellschaft – Gesellschaft und Technologie in deutsch und spanisch veröffentlicht wurden, können in der Sammelausgabe deselben Titels zusammen heruntergeladen werden.

Zeitschrift für Sozialwissenschaften Vol. III, Nr. 2, 15. 06. 2008

Titelblatt_Vol_III_Nr2Editor: Karsten Krüger
Jahr: 2008
Zusammenfassung: Das NESOR-Konsortium, bestehend aus Partnern in sechs verschiedenen Mitgliedsstaaten, führte von 2006 bis 2008 ein vom EU-Sokrates-Programms ko-finanziertes Projekt durch, das sich zur Aufgabe stellte, nationale Hochschulreformen, die um Anschluss an die Bologna-Erklärung umgesetzt wurden, sowie die Rolle der Hochschulbildung im europäischen Sozialmodell der sich entwickelnden Wissensgesellschaft zu analysieren.
Diese erste Nummer des dritten Jahrganges der Zeitschrift für Sozialwissenschaften dia-e-logos erschien 2008 mit den Ergebnissen der in Österreich, Ungarn, Italien, den Niederlanden, Polen und Spanien durchgeführten Forschung. Im Mittelpunkt standen die Fragen: Welches sind die Merkmale des europäischen Sozialmodells, welche Varianten können auf nationalstaatlicher Ebene beobachtet werden und welche Funktion kommt der Bildung und insbesondere der Hochschulbildung in diesen Modellen zu?
Aus technischen Gründen waren die Artikel der Zeitschrift eine Zeit lang nicht im Internet verfügbar. dia-e-logos beschloss, die Artikel in einer gemeinsamen Publikation neu zu veröffentlichen, da die Fragen, mit denen sich NESOR befasste, nicht an Aktualität verloren haben. Im Gegenteil, in Zeiten des gesellschaftlichen Stresses, der durch den Covid 19 und die politische Entscheidung hervorgerufen wurde, sind die Fragen noch relevanter.

Ab dem dritten Jahrgang wurden die Zeitschriftennummer nur noch in Englisch wiederveröffentlicht.

Zeitschrift für Sozialwissenschaften Vol. III, Nr. 1, 15. 03. 2008

Titelblatt Editor: Karsten Krüger
Jahr: 2008
Zusammenfassung: Das NESOR-Konsortium, bestehend aus Partnern in sechs verschiedenen Mitgliedsstaaten, führte von 2006 bis 2008 ein vom EU-Sokrates-Programms ko-finanziertes Projekt durch, das sich zur Aufgabe stellte, nationale Hochschulreformen, die um Anschluss an die Bologna-Erklärung umgesetzt wurden, sowie die Rolle der Hochschulbildung im europäischen Sozialmodell der sich entwickelnden Wissensgesellschaft zu analysieren.
Diese erste Nummer des dritten Jahrganges der Zeitschrift für Sozialwissenschaften dia-e-logos erschien 2008 mit den Ergebnissen der in Österreich, Ungarn, Italien, den Niederlanden, Polen und Spanien durchgeführten Forschung. Im Mittelpunkt standen die Fragen: Wie sich die wissensbasierte Gesellschaft in den EU-Mitgliedsstaaten entwickelt, wie die europäische Gesellschaft die sozialen Risiken wahrnimmt, die im Übergang zur Wissensgesellschaft entstehen und welche Funktionen den Universitäten in diesem Übergang haben?
Aus technischen Gründen waren die Artikel der Zeitschrift eine Zeit lang nicht im Internet verfügbar. dia-e-logos beschloss, die Artikel in einer gemeinsamen Publikation neu zu veröffentlichen, da die Fragen, mit denen sich NESOR befasste, nicht an Aktualität verloren haben. Im Gegenteil, in Zeiten des gesellschaftlichen Stresses, der durch den Covid 19 und die politische Entscheidung hervorgerufen wurde, sind die Fragen noch relevanter.
Ab dem dritten Jahrgang wurden die Zeitschriftennummern nur noch in Englisch wieder veröffentlicht.