Capitals as resources in the labour markets

Ein Ziel des von der Europäischen Union mit finanzierten Projekt THEMP war es, einen theoretischen Rahmen zur Messung der Auswirkungen lebenslangen Lernens auf die Arbeitsmarktsituation der Lernenden zu erarbeiten. Dieses Papier skizziert Teil dieses Ansatzes, in dem auf die Beziehung zwischen ökonomischem, humanem, kulturellem und sozialem Kapital eingegangen und die ökonomische der soziologischen Perspektive gegenübergestellt wird.

Das Papier ist in drei Abschnitte unterteilt. In dem ersten Abschnitte werden die wichtigsten Kapitalformen vorgestellt, die in der aktuellen sozialwissenschaftlichen Diskussion eine Rolle spielen. Es wird der Frage nachgegangen, ob und unter welchen Bedingungen die humanen, kulturellen und sozialen Ressourcen als Kapital angesehen werden können.

Der zweite Abschnitt geht auf die Analyse von Märkten insbesondere Arbeitsmärkte als sozial konstruiertes und umkämpftes Terrain ein. Damit wird eine lange sozialwissenschaftliche Debatte über die soziale Einbettung von wirtschaftlichem Handeln aufgenommen, die dazu führt, dass die Umwandlung von humanen, kulturelles und sozialen Ressourcen ein soziale Aushandlungsprozess ist, in dem bestimmt wird, welche Ressourcen als Kapital angesehen werden und welches ihr Wert in den verschiedenen Arbeitsmarktsegmenten ist.

Im dritten Abschnitt wird der entwickelte Kapitalansatz in eine weitere theoretische Diskussion eingerahmt, in dem das Management sozialer Vulnerabilität mittels Übergangsarbeitsmärkte, sowie die Qualität von Arbeit und Lebens als Referenzpunkte solcher Maßnahmen debattiert werden.

Ziel ist es, einen Beitrag zur Ausarbeitung eines kohärenten Ansatzes zur Analyse der sozialen Effektivität von lebenslangen Lernens zu leisten.

Portada-Papel_Capital_as