Trade Union Strategies in the EU to address trade union members’ and workers’ growing propensity to vote for right wing populists and nationalists

cover-publ-study-trade-union-strategies_enAutoren: Pablo Sanz de Miguel, in Zusammenarbeit mit Julia Frías, Maria Caprile, Carsten Jørgensen, Szilvia Borbély, Katalin Bácsi, und Karsten Krüger
Jahr: 2019

Zusammenfassung: Rechtspopulismus und Nationalismus sind zwar keine neuen Phänomene, aber sie haben sich in den letzten Jahren in vielen Ländern einschließlich der Europäischen Union stärker verbreitet gemacht. Rechtspopulistische und nationalistische Parteien sind in manchen Ländern in der Opposition, in anderen jedoch in der Regierung. Die ideologische Mischung aus Wohlfahrtschauvinismus und Nationalismus soll oft – jedoch mit unterschiedlichem Erfolg – die Arbeiterklasse ansprechen.
Die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft steht nicht mehr wie früher für eine Immunität gegen diese Ideen, da diese Parteien explizite neoliberale Politik aufgeben (zumindest im öffentlichen Diskurs) und traditionell linken Themen wie sozialer Gerechtigkeit oder Umverteilung aufnehmen und sich so besonders an die „Verlierer der Globalisierung“ wenden.
Vor diesem Hintergrund analysiert die vorgelegte Studie, dieses Phänomen in vier EU-Länder (Spanien, Dänemark, Deutschland und Ungarn), die unterschiedliche industrielle Beziehungen und wohlfahrtsstaatliche Systeme sowie unterschiedliche Gewerkschaftsgeschichte und –dichte aufweisen. Die Studie bietet eine klare Definition von „national-populistischen“ oder populistische rechtsradikale Parteien an und vermittelt konzeptionelle Klarheit über aktuelle akademische Konzepte und theoretischen Rahmen, die zur Untersuchung dieser Fragen verwendet werden. Es zeigt den Stand der Dinge in jedem Land, identifiziert die wichtigsten Akteure und Parteien und welche Strategien die Gewerkschaften verfolgen, um zu verhindern, dass ihre Mitglieder für diese politischen Optionen stimmen.
Elektronisch veröffentlicht von: Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss [https://www.eesc.europa.eu]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *